Schiedsrichterin bei Testspiel in Frankreich nach Rudelbildung verletzt

Vorfall bei Testspiel in Frankreich
Bei einem Testspiel in Frankreich zwischen dem FC Metz und Fortuna Sittard kam es zu einem Zwischenfall, bei dem die Schiedsrichterin Mathilde Demoncay verletzt wurde. Der Vorfall ereignete sich in der 39. Minute der Partie, als Demoncay versuchte, eine Auseinandersetzung nach einem Foul zu schlichten. Im Verlauf der Rudelbildung wurde sie umgestoßen und fiel zu Boden.
Medienberichten zufolge erlitt die französische Unparteiische eine leichte Gehirnerschütterung. Aufnahmen des Geschehens verbreiteten sich in den sozialen Medien. Die Rudelbildung fand direkt vor einem Gebäude statt, an dem ein Banner mit der Aufschrift „Respektiere den Schiedsrichter“ hing.
Folgen und Spielverlauf
Nach einer medizinischen Erstversorgung konnte Mathilde Demoncay das Spiel zunächst als Assistentin fortsetzen. Nach der Halbzeitpause war es ihr jedoch nicht mehr möglich, die Partie weiter zu begleiten. Einer der ursprünglichen Assistenten übernahm daraufhin die Leitung des Spiels.
Laut dem Sportsender ESPN sprang zudem ein Zuschauer, der selbst Amateur-Schiedsrichter ist, als Linienrichter ein, um die Partie zu unterstützen. Dieser ungewöhnliche Umstand unterstreicht die unvorhergesehene Natur des Vorfalls und die Notwendigkeit, schnell auf die veränderte Situation zu reagieren.
Weitere Sportnachrichten des Tages
Abseits des Testspiels gab es weitere Meldungen aus der Sportwelt. Die deutsche Hindernis-Königin Gesa Felicitas Krause kehrte nach fünf Jahren auf den DM-Thron zurück. In Wattenscheid sicherte sich die 33-Jährige souverän ihren siebten Titel über 3000 m Hindernis, erstmals nach ihrer Baby-Pause. Sie siegte in 9:24,40 Minuten und unterbot damit ihren eigenen DM-Rekord aus dem Jahr 2017. Krause plant, bei der EM in Birmingham ihre fünfte Medaille zu gewinnen, 14 Jahre nach ihrer Bronze-Medaille bei der EM 2012 in Helsinki.
Im Weitsprung verpasste Malaika Mihambo bei der Leichtathletik-DM in Wattenscheid überraschend ihren neunten Titel. Die 32-jährige Heidelbergerin musste sich im Lohrheidestadion bei starkem Wind mit 6,63 m der Karlsruherin Mikaelle Assani (6,67 m) geschlagen geben. Mihambo äußerte, dass der Wind nicht auf ihrer Seite gewesen sei und das vorherige Event in London noch in ihren Knochen gesteckt habe. Ihr letzter Versuch betrug 6,47 m, wobei sie fast einen halben Meter vor dem Brett absprang. Zuvor war sie in London mit 7,05 m so weit gesprungen wie seit ihrem EM-Triumph 2024 nicht mehr.
Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz meldete sich am Schlusstag der Tour de France nach seiner Operation zu Wort. Er kann den Zeitpunkt seines Comebacks noch nicht abschätzen, erklärte aber, dass es ihm den Umständen entsprechend gut gehe und die Operation erfolgreich verlaufen sei. Lipowitz, der die Frankreich-Rundfahrt im Vorjahr als Dritter beendete, war am vergangenen Dienstag im Einzelzeitfahren der 16. Etappe gestürzt und hatte sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Er ist noch nicht ganz schmerzfrei und kämpft noch mit den Rippen und dem Atmen. Der Star des Teams Red Bull-Bora-hansgrohe hatte nach seinem Sturz bewusst Abstand von der Tour genommen und das Rennen nicht wirklich verfolgt, obwohl er sich über die Ergebnisse seines Teams freute.
In Spanien stellte der spanische Fußball-Verband das Teamhotel seiner Weltmeister als Notunterkunft zur Verfügung, um Schutz vor den sich ausbreitenden Waldbränden rund um Madrid zu bieten. Familien werden Zimmer im Quartier der Nationalmannschaft beziehen, einer Einrichtung, die normalerweise von den Auswahlteams genutzt wird. Im Trainingszentrum in Las Rozas, nordwestlich von Madrid gelegen, stehen 48 Doppelzimmer zur Verfügung. Die Lage um die Waldbrände hatte sich über das Wochenende zugespitzt, wobei zwei separate Brände am Freitag im Süden der Region Madrid zu einem Großfeuer verschmolzen, was die Evakuierung mehrerer Gemeinden erforderlich machte. Mehr als 115.000 Menschen sind von den Bränden betroffen, und über 45.000 Hektar Land wurden von Flammen eingenommen.
NFL-Starcoach Kyle Shanahan von den San Francisco 49ers wurde bei einem Autounfall schwerer verletzt. Bereits am 14. Juli erlitt der 46-Jährige nahe seines Wohnortes in Nord-Kalifornien eine schwere Gehirnerschütterung, zudem seien seine Nase, drei Rippen und eine Hand gebrochen. Shanahan wurde im Gesicht mit 40 Stichen genäht. Die 49ers sprachen in einer Mitteilung von „nicht lebensbedrohlichen Verletzungen“. Shanahan wird während seiner Genesung nur gelegentlich beim Trainingscamp dabei sein, sein Assistent Chris Foerster springt übergangsweise als Head Coach ein. Polizeiangaben zufolge gab es beim Unfall keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Die deutschen Lacrosse-Spielerinnen stehen bei ihrer siebten WM-Teilnahme vor dem frühen Aus in der Gruppenphase. Nach einer knappen Auftaktniederlage verlor das Team von Headcoach Philipp Broz in Tokio das zweite Gruppenspiel gegen Titelanwärter Kanada deutlich mit 0:23. Damit hat Deutschland in der künftig wieder olympischen Sportart nur noch theoretische Chancen auf das erste WM-Viertelfinale seit 2001. Am Dienstag trifft der Gruppenletzte Deutschland als klarer Außenseiter auf Australien, das Wales mit 9:7 bezwang. Nur wenn der zweimalige Weltmeister aus Down Under am Montag ebenfalls gegen Kanada verlieren sollte, könnte sich Deutschland beim Gruppenfinale ins Viertelfinale retten. Lacrosse feiert bei den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles sein olympisches Comeback, nachdem es zuletzt 1904 und 1908 Teil des olympischen Programms war.
Tamara Korpatsch feierte bei ihrem Heimspiel in Hamburg einen seltenen Sieg. Die 31 Jahre alte Tennisspielerin gewann am Rothenbaum ihren zweiten Titel auf der WTA-Tour. Im Finale des Sandplatzturniers setzte sich Korpatsch gegen die Ungarin Anna Bondar mit 6:3, 6:3 durch. Für ihren Erfolg erhielt sie 32.520 Euro und 250 Weltranglistenpunkte. Durch diesen Erfolg klettert die gebürtige Hamburgerin auf Platz 45 der Weltrangliste und ist ab Montag wieder die deutsche Nummer eins, deutlich vor Tatjana Maria und Eva Lys.
Edin Dzeko steht vor einer Fortsetzung seines Engagements beim FC Schalke 04. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird der 40 Jahre alte Stürmer noch ein Jahr bei den Gelsenkirchenern bleiben, um dem Aufsteiger in der Bundesliga zu helfen. Trainer Miron Muslic deutete nach dem 3:1-Testspielsieg der Schalker gegen den japanischen Erstligisten Fagiano Okayama an, dass Spieler mit Persönlichkeit noch kommen würden.
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Source: n-tv.de