Rad-Weltverband verteidigt nächtliche Dopingkontrollen bei der Tour de France

Diskussionen um Dopingkontrollen
Nächtliche Dopingkontrollen haben in den letzten Tagen zu Diskussionen geführt. Tadej Pogacar äußerte Bedenken, dass eine Kontrolle um 2 Uhr nachts die Konzentration beeinträchtigen könnte. Im Gegensatz dazu verteidigte Ralph Denk vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe die Kontrollen. Die International Testing Agency (ITA) erklärte, dass alle noch im Rennen befindlichen Fahrer am zweiten Ruhetag der Tour de France Dopingkontrollen unterzogen wurden. Diese Tests fanden zu den üblichen Zeiten statt, im Gegensatz zu den nächtlichen Kontrollen bei Jonas Vingegaard und Pogacar.
Denk betonte, dass die Dopingkontrollen bei seinem Team am Vorabend des Zeitfahrens stattfanden, aber nicht viel Schlaf geraubt wurde. Er sah die Kontrollen vor dem Zeitfahren eher positiv und verneinte einen Zusammenhang mit Stürzen.
Sturz und Verletzung von Florian Lipowitz
Florian Lipowitz, ein Fahrer von Red Bull-Bora-hansgrohe, musste die Tour de France nach einem schweren Sturz aufgeben. Er zog sich dabei einen Bruch des rechten Schlüsselbeins zu. Der Sturz ereignete sich beim Einzelzeitfahren, als Lipowitz in einer Rechtskurve wegrutschte und gegen einen Bordstein prallte. Er wurde umgehend medizinisch versorgt und operiert.
Teamchef Ralph Denk bestätigte am Mittwoch vor dem Start der 17. Etappe in Chambéry, dass Lipowitz bereits operiert wurde und voraussichtlich noch bis Donnerstag in einem französischen Krankenhaus behandelt wird. Denk sprach persönlich mit Lipowitz und berichtete, dass es ihm gut gehe, obwohl er sehr enttäuscht sei über das vorzeitige Ausscheiden aus der Tour de France. Denk hob die schnelle und reibungslose medizinische Versorgung hervor und dankte dem medizinischen Team.
Denk erwähnte, dass solche Situationen die Qualität eines Rennstalls zeigen würden und dass das „Red-Bull-Kosmos“ mit seinen Kontakten in die Sportwelt helfe, schnelle Hilfe zu organisieren. Er scherzte mit Lipowitz, dass solche Rückschläge zum Sport dazugehören und er nicht der einzige große Rennfahrer sei, dem dies widerfahren ist. Denk spielte dabei auch auf Jonas Vingegaard an, der ebenfalls einen Schlüsselbeinbruch erlitten hatte.
Trotz der Kritik an der Streckensicherheit in der Kurve, in der Lipowitz stürzte, machte Denk den Fahrer für den Unfall verantwortlich, da er dort wohl zu schnell unterwegs gewesen sei. Er lobte jedoch Lipowitz’ Entwicklung im Radsport, da dieser erst spät vom Biathlon zum Radsport wechselte und viel Aufholarbeit geleistet habe.
Aktuelles Renngeschehen und weitere Nachrichten
Jasper Philipsen gewann die 17. Etappe der Tour de France im Sprint einer Ausreißergruppe. Er beschrieb seine Erfahrungen bei der Tour als „Achterbahnfahrt“. Mads Pedersen erlebte auf derselben Etappe einen „richtigen Scheißtag“ und sprach von einem wahrscheinlichen Showdown um das Grüne Trikot mit Philipsen in Paris.
Adam Yates hatte etwa 60 Kilometer vor dem Ziel der 17. Etappe Magenprobleme, konnte die Tour aber innerhalb der Karenzzeit fortsetzen. Yates ist ein wichtiger Helfer für Tadej Pogacar im Team UAE. Im Gesamtklassement lag der 33-Jährige vor der Etappe auf Platz 14. Yates gewann 2023 eine Etappe der Tour de France und 2022 die Gesamtwertung der Deutschland Tour.
Nach dem Ausscheiden von Lipowitz und den Ergebnissen des Zeitfahrens haben Remco Evenepoel, Isaac del Toro und Paul Seixas gute Chancen auf die Podiumsplätze. Evenepoel hat einen Vorsprung von 2:19 Minuten auf den dritten Platz. Del Toro und Seixas liegen nur 19 Sekunden auseinander und haben über zwei Minuten Vorsprung auf den Fünften Juan Ayuso vor den kommenden Alpen-Etappen.
Die 17. Etappe am Mittwoch war mit 174,7 Kilometern von Chambéry nach Voiron die vom Profil her leichteste Alpen-Etappe dieser Tour. Ausreißer hatten gute Chancen auf den Sieg. Die Klassementfahrer werden sich vor den drei Bergankünften in den Alpen schonen.

Remco Evenepoel gewann die zweite Etappe der Tour de France in Folge, indem er Tadej Pogacar beim Einzelzeitfahren am Genfer See fast eine halbe Minute abnahm. Mattias Skjelmose lag als Dritter bereits mehr als eine Minute zurück. Evenepoel fuhr beim Zeitfahren mit einem neuen Prototypen-Modell.
Früher war Schokolade eine wichtige Energiequelle für die Fahrer der Tour de France und ihr wurden weitere positive Effekte zugeschrieben. Auch heute noch ist sie täglich auf dem Trikot des besten Bergfahrers sichtbar.
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Source: sportschau.de