DFB sichert sich Klopp: Stiftung erhält Millionenzahlung

So bekommt der DFB Klopp aus seinem laufenden Vertrag

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss für die Verpflichtung von Jürgen Klopp keine klassische Ablösesumme an Red Bull zahlen. Stattdessen wird eine Million Euro an die Stiftung “Wings for Life” des Unternehmens überwiesen. Klopp, der bei dem Getränkekonzern als “Head of Global Soccer” einen Vertrag bis 2029 hatte, soll noch in dieser Woche in der Frankfurter DFB-Zentrale vorgestellt werden.

Klopp wird voraussichtlich einen Vertrag bis zur WM 2030 erhalten. Er tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an, der nach dem Ausscheiden im WM-Sechzehntelfinale zurückgetreten war. Die Zustimmung der DFB-Gremien zu Klopps Vertrag steht noch aus, ein Termin für eine entsprechende Sitzung war am Mittwochmorgen noch nicht festgelegt.

Klopps Trainerteam und weitere Personalien

Für sein Trainerteam bringt Jürgen Klopp voraussichtlich seine langjährigen Weggefährten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders mit zum DFB. Zudem soll der frühere Nationalspieler Sven Bender als Co-Trainer fungieren. Bender hatte seinen Vertrag beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching Anfang Juli aufgelöst.

Sven Bender spielte sechs Jahre unter Jürgen Klopp bei Borussia Dortmund, wo er zweimal deutscher Meister und einmal Pokalsieger wurde. Er war auch schon als Assistent bei Borussia Dortmund und zuvor als Co-Trainer der U16 beim DFB tätig.

Der DFB führt zudem Gespräche mit Weltmeister Per Mertesacker über die Nachfolge von Andreas Rettig, der zum Jahresende als Geschäftsführer Sport ausscheidet. Sportdirektor Rudi Völler und Nachwuchschef Hannes Wolf sollen das Team komplettieren, das den Neuaufbau nach dem dritten WM-Debakel in Serie vorantreiben soll.

Credit: web.de

Reaktionen auf die Verpflichtung

Auch der FC Bayern München sieht in Jürgen Klopp den “absolut Richtigen”, um die Nationalmannschaft nach dem jüngsten WM-Flop wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Vereinspräsident Herbert Hainer äußerte sich positiv über die mögliche Verpflichtung. Er betonte, dass Klopp bei all seinen bisherigen Stationen, darunter Mainz, Dortmund und Liverpool, großen Erfolg hatte und Aufbruchstimmung erzeugte.

Herbert Hainer hob hervor, dass Klopp ein “Menschenfänger auf allen Ebenen” sei, der Menschen für seine Ideen gewinnen und eine Mannschaft begeistern könne. Er zeigte sich überzeugt, dass dies auch dem DFB guttun werde. Hainer zweifelt nicht am Vollzug der Verpflichtung und erwähnte, dass auch Red Bull der Vertragsauflösung zugestimmt habe.

Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer (rechts) und Ehrenpräsident Uli Hoeneß
Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer (rechts) und Ehrenpräsident Uli HoeneßQuelle:picture alliance/M.i.S./Bernd Feil Credit: welt.de

Die Nationalmannschaft war unter Julian Nagelsmann im ersten WM-Turnier mit 48 Teams in Amerika in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay im Elfmeterschießen ausgeschieden. Jürgen Klopp, der 59 Jahre alt ist, soll am Freitag in der Frankfurter DFB-Zentrale präsentiert werden.

Read Also

Source: web.de

Jan Fuchs ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.